Im therapeutischen Puppenspiel erhält das Kind eine Bühne, auf der es seine Lebenssituation, seine Innenwelt und Gefühle zum Ausdruck bringen kann.
Indem ein Kind sein inneres Theater sichtbar macht, können Gefühle verarbeitet und Lösungen für Herausforderungen und Probleme gefunden werden. Die archetypischen Puppen bieten sich als Gefäss für die Seele an.
Die Methode basiert auf den Erkenntnissen der analytischen Psychotherapie nach C. G. Jung.
Das Puppentheater lebt in der Sprache des Spieles und der Symbole einer Sprache, die vom unbewussten Teil der Psyche des Kindes verstanden wird.
Theater spielen...Das Kind wählt drei Requisiten und drei Figuren aus, nur drei. Es lässt damit eine Geschichte entstehen. Mit dem begrenzten Rahmen von drei und drei wird der Fantasie Raum gegeben. «Wo findet die Geschichte statt?» Mit Tüchern, Steinen, Ästen entsteht eine eigene Welt. Hohe Berge, geheimnisvolle Höhlen...
«Wen möchtest du spielen, und wen soll ich spielen?» Das Kind wählt eine Rolle zum Hineinschlüpfen und gibt mir die anderen Figuren. Das Kind ist Regisseur, es bestimmt den Verlauf der Geschichte. Ich frage manchmal nach, ob der Prinz weinen soll, ob die Hexe böse genug ist oder ob der Koch noch mehr kochen soll.
Durch die verschiedenen Rollen im Spiel lernt sich das Kind kennen und entwickelt Selbstvertrauen. Alle Gefühle haben Platz. Angst, Trauer, Aggression, Eifersucht, Liebe und Freude.
Entsprechend den Themen, die im Spiel sichtbar werden, wähle ich Märchen aus, die ich dem Kind erzähle. Volksmärchen beinhalten grundlegende Botschaften an das menschliche Dasein. Sie zeigen Wege und Vorbilder, um Probleme zu lösen.
Das Kind kann selbst eine Puppe herstellen. «Was brauchst du für eine Figur?» Das Kind soll in sich hineinhorchen. Was ist im Mo-ment wichtig? Eine helfende Figur? Ein Held? Jemand, der alles richtig macht? Oder ein Tier, das ein ganz anderes Leben lebt? Engel, Hexen, Ro-boter, Polizisten, Väter, Feen und Löwen entstehen. Ein Aspekt der Seele wird sichtbar gemacht, Ressourcen werden entdeckt und belebt.
Therapeutisches Puppenspiel eignet sich für alle Probleme, die durch seelische Belastungen ausgelöst werden: Kindergarten-, Schulschwierigkeiten, Schlafstörungen, Bettnässen, Ängste nach Scheidungen, Tod, Unfall, Spitalaufenthalt, Missbrauch, Überforderungen etc.
Ich kombiniere das therapeutische Puppenspiel mit integrativer Kinesiologie für Kinder und Jugendliche
Stine Engeli
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